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Miniaturbuchverlag Leipzig |
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Johann Wolfgang von Goethe
Heinrich Faust, wie der historische Faust (ca. 1480–1538) ein angesehener Forscher und Lehrer zu Beginn der Neuzeit, zieht die Bilanz seines Lebens und kommt zu einem doppelt niederschmetternden Fazit: Als Wissenschaftler fehle es ihm an tiefer Einsicht und brauchbaren Ergebnissen, und als Mensch sei er unfähig, das Leben in seiner Fülle zu genießen. In dieser verzweifelten Lage verspricht er dem Teufel seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, Faust aus seiner Unzufriedenheit und Ruhelosigkeit zu befreien. Der schließt mit Faust einen Pakt, verwandelt ihn zurück in einen jungen Mann, nimmt ihn mit auf
eine Reise durch die Welt und hilft ihm, die Liebschaft mit der jungen Margarete, genannt Gretchen, einzufädeln.
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Johann Wolfgang von Goethe
Im fünften als Miniaturbuch herausgegebenen Werk von Johann Wolfgang von Goethe verarbeitet der große Dichter eigene Erfahrungen am Weimarer Hof. Held des Schauspiels ist Torquato Tasso, einer der bedeutendsten italienischen Dichter des 16. Jahrhunderts, dessen Vita Goethe stellenweise nur allzu sehr an seine eigene Stellung bei Hofe erinnern mußte. Weniger die Handlung als vielmehr die Kunstfertigkeit der Sprache, in der die Dialoge gehalten sind, ist es, die im Vordergrund steht. Sprache und Verhaltensweise einer Gesellschaft, die nicht das sagt, was sie meint, oder besser die Wahrheit verschleiert, um ganz andere, eigennützige Ziele zu erreichen, stehen im Gegensatz zu dem aufrichtigen Versuch des Dichters, durch Offenheit die Herzen der Menschen zu berühren. Das Werk ist charakteristisch für Goethes Wandlung von der frühen hin zur klassischen Zeit seines Schaffens und ein Drama, welches beim Leser einen tiefen Eindruck hinterläßt.
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